Jugend des Deutschen Gewerkschaftbundes

Viele große Organisationen klagen, dass sie "Überaltern", weil junge Mitglieder, kurzum der Nachwuchs, fehlen. Neue, frische und gerne auch freche Gedanken erhalten aber die IG Chemie, wie letztendlich auch die Gesellschaft insgesamt, am Leben. Stagnation wollen wir nicht. Deshalb nimmt die IG Chemie die jungen Mitglieder ernst und legt viel Wert auf ihre Mitarbeit. Das Standbein der gewerkschaftlichen Jugendarbeit bilden nach wie vor die Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV).

Im Betreuungsbereich der Ludwigshafener Verwaltungsstelle der IG Chemie-Papier-Keramik gibt es sieben Betriebe mit Jugend- und Auszubildendenvertretungen. Fast alle JAVer mit Unterstützung einiger "Ehemaliger" beteiligen sich an den verschiedenen Aktivitäten des Verwaltungsstellen-Jugendausschusses (JAV).

Diese bewehrten Strukturen der Jugendarbeit in der Ludwigshafener IG Chemie-Papier- Keramik sind die Basis für die erfolgreiche

Mitgliederwerbung bei den Auszubildenden. In der BASF werden ca. 80 Prozent der Auszubildenden Mitglieder der IG Chemie; und damit liegen wir bundesweit an der Spitze der Gro8chemie.

 Aktivitäten

Die IG Chemie-Jugend gibt ihre eigene Zeitung heraus, führt Seminare und Freizeitveranstaltungen durch, beteiligt sich an gewerkschaftlichen Veranstaltungen und ist vor allem Forum für die verschiedenen Jugend- und Auszubildendenvertretungen. Einen besonderen Stellenwert hat dabei auch die Jugendtarifpolitik. Jährlich beraten Jugendvertrauensleute über ihre Forderungen und beteiligen sich in gro8er Zahl an den durchgeführten Versammlungen und Aktionen.

IG Chemie macht sich für Auszubildende stark.

Die IG Chemie musste sich in den vergangenen Jahren einigen Problemen stellen: So ist das Angebot an Ausbildungsplätzen drastisch um fast 40 Prozent auf heute 2700 zurückgegangen. Deswegen hat die IG Chemie 1995 und 1996 die Erhöhung der Ausbildungsplatzkapazitäten um insgesamt 15 Prozent tariflich vereinbart. Die Trendumkehr ist damit geschafft, in diesem Jahr fangen z.B. wieder 778 junge Menschen eine Ausbildung in der BASF AG an.

Parallel dazu wurden von Jahr zu Jahr weniger Jugendliche nach der Ausbildung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen. Diese Problematik war und ist einer der Schwerpunkte gewerkschaftlicher Jugendarbeit in Ludwigshafen.

Die Gewerkschaft war gefordert – und kann Er- folge aufweisen. Mit dem erstmals 1994 abgeschlossenen Tarifvertrag über die Entgeltsätze und Auszubildendenvergütung wurde mit dem Arbeitgeberverband der chemischen Industrie eine gemeinsame Empfehlung zur Beschäftigungssicherung verabschiedet. Mit dieser Empfehlung werden die Unternehmen aufgefordert zu prüfen, ob durch Teilzeitbeschäftigung oder berufsfremden Einsatz mehr Auszubildende nach der Ausbildung übernommen werden können. Aufgrund dieser Empfehlung wurde zum Beispiel bei der BASF AG eine Vereinbarung abgeschlossen, die dazu führte, da8 fast allen Auszubildenden nach ihrer Ausbildung ein Arbeitsplatz – wenn auch berufsfremd – auf Teilzeit oder befristet angeboten werden konnte.

Franka Scharf, Jugendsekretärin

DGB Jugend

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