Ring deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinderverbände

rdp = RDP + RdP

Was kompliziert wirkt, ist eigentlich ganz einfach. Es gibt je einen Weltverband für die weiblichen Mitglieder und einen für die männlichen Mitglieder.

Über den Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände (RDP) sind BdP, PSG und VCP im Weltbund der Pfadfinderinnen World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS) vertreten.

BdP, DPSG und VCP sind über den Ring deutscher Pfadfinderverbände (RdP) in der Weltpfadfinderbewegung World Organisation of Scout Movement (WOSM) vertreten.

Als Arbeitsgemeinschaft vertreten die Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände (rdp) die gemeinsamen Interessen ihrer Mitgliedsverbände im jugendpolitischen Bereich und setzen sich für die Belange der Kinder und Jugendlichen in der Öffentlichkeit ein. So sind die beiden Ringeverbände gemeinsam Mitglied im Deutschen Bundesjugendring (DBJR) und in der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ).

 

Mitgliedsverbände

 

Dem Pfadfindertum ist eine zivilisationskritische Haltung zu eigen. Es begreift die Natur als Grundlage des menschlichen Lebens. Ziel pfadfinderischer Erziehung ist es, sich nicht von Zivilisationszwängen einengen zu lassen. Gegen diese Zwänge setzt das Pfadfindertum seinen eigenen Lebensstil. Er orientiert sich am Anspruch, ein ganzes Mensch-sein zu ermöglichen und ist gekennzeichnet durch die Fähigkeit, sowohl in der Natur als auch in der Gesellschaft leben zu können. Dieser Lebensstil fordert einen bewussten Umgang mit den Dingen und eine überdachte und reflektierte Einschätzung der Güter der Zivilisation.

”Look at the boy / Look at the girl”

Pfadfinderische Erziehung hat den ganzen Menschen zum Ziel und will die Entwicklung der Gruppenmitglieder hinsichtlich ihrer physischen, sozialen, intellektuellen und spirituellen Möglichkeiten. Die Gruppenmitglieder sollen die Fähigkeit und Bereitschaft zu eigenverantwortlichem Handeln erwerben. Ausgangspunkt aller pfadfinderischen Arbeit ist der Einzelne mit seiner Lebenssituation, seinen Bedürfnissen, Wünschen und Möglichkeiten (”look at the boy”, ”look at the girl”).

”Learning by doing”

Kennzeichen pfadfinderischer Ausbildung ist das Lernen durch Erfahrung (”learning by doing”). Aufgabe der Leiter ist es, die gemachten Erfahrungen mit den Gruppenmitgliedern zu reflektieren und so die persönliche Entwicklung  für den Einzelnen zu ermöglichen. Er soll blinde und zu schneller Resignation führende Erprobung helfen zu vermeiden. Die Entwicklung der sozialen Möglichkeiten wird insbesondere unterstützt durch das Leben in Groß- und Kleingruppen als typisch pfadfinderische Strukturen und durch das Leben im Verband. Der Einzelne lernt, sich dadurch in verschiedenen Gruppen zu verwirklichen und so eigene und gemeinsame Ziele anzustreben und verantwortlich zu handeln. Zur Entwicklung und Erprobung aller menschlichen Fähigkeiten dient es, sich auf gegebene, nicht planbare Situationen einzulassen und hier ohne äußere Hilfe auszukommen.

Fahrten und Lager sind die wichtigsten Arbeits- und Ausdrucksformen dieses Lebensstils. Hier werden Gruppen in neue Situationen geführt, die zur Erprobung der individuellen und gemeinschaftlichen Fähigkeiten führen und Lernfelder ermöglichen, die abseits eingespielter Bahnen liegen.

 

 

 

Weltpfadfindertreffen mit 45.000 jungen Menschen in den USA eröffnet – Die ganze Welt zu Gast in den USA

24. Juli 2019

West Virginia, USA (23.Juli 2019) – am 23.Juli wurde das Weltpfadfindertreffen (Jamboree) mit 45.000 Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus allen Teilen der Welt in West Virginia/USA eröffnet. 34.000 jugendliche Teilnehmende aus über 150 Ländern sind zum World Scout Jamboree – Bezeichnung für ein großes Weltpfadfindertreffen – in Nordamerika zusammengekommen. Zusätzlich sind 10.200 Mitarbeitende eingetroffen. Sie sorgen im „International Service Team (IST)“ für einen reibungslosen Ablauf des größten Pfadfinderlagers der Welt.

Gänsehautfeeling bei Eröffnung

Die Eröffnungszeremonie war das erste Highlight auf dem Jamboree. Alle 45.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder trafen sich zum gemeinsamen Start in ereignisreiche Tage. Die drei Lagerleitungen der gastgebenden Verbände (Kanada, Mexiko, USA) haben das Jamboree offiziell eröffnet. Neben der Livemusik war der Einzug der Fahnen einer der emotionalsten Momente. Für Nicole Spano aus Kuchen in Württemberg ein unvergesslicher Moment; sie wurde als deutsche Fahnenträgerin ausgewählt. „Das war ein sehr besonderer und unvergesslicher Moment für mich, wenn man durch die Menschen aus aller Welt läuft und sich plötzlich alle Kameras und Augen auf einen richten. Von vorne hat man dann die ganzen 45.000 Pfadis gesehen, das war beeindruckend“ sagt Nicole, „Ich habe mich sehr gefreut, die deutsche Fahne zu tragen. Die Opening Show hat mir sehr gut gefallen, die Stimmung war gut und ausgelassen, und alle haben sich gefreut, dass es endlich richtig losgeht“.

1.300 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Deutschland

Aus dem ganzen Bundesgebiet sind rund 1.300 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in die USA gereist. Mehrere Jahre haben sie sich auf das Abenteuer vorbereitet, haben sich untereinander kennengelernt und ihre Jamboree-Reise geplant. Nun geht es los. Auf dem Lager vertreten die Teilnehmenden des Deutschen Kontingents ihr Heimatland und die deutschen Pfadfinder*innenverbände. In den kommenden Tagen werden sie viel erleben, neue Kulturen und neue Freunde kennenlernen, aber auch die deutsche Kultur vorstellen.

Pfadfinder*innenlager der Superlative

Wo 45.000 Menschen zusammenkommen, braucht es einiges an Logistik. In sechs Basislagern mit 22 Subcamps ist der 43 km² große Lagerplatz unterteilt. 300 km² Nationalpark werden zusätzlich für das Programm genutzt werden. 12.000 Pakete mit Material für die Teilnehmenden stehen bereit: Vom Kochmaterial über Seife, von Trockentüchern bis zur LED-Laterne. Sogar die Zelte werden gestellt. Dennoch werden die deutschen Teilnehmenden in den typisch deutschen Schwarzzelten schlafen. Über 300 Wasch- und Toilettenhäuser gibt es in den Teillagern.

Abwechslungsreiches Programm

Auf dem Jamboree werden die Jugendlichen in den kommenden Tagen eine Menge erleben. Zur Eröffnung und zum Abschluss treffen sich alle gemeinsam zu großen Events mit Musik und Spaß. Auf dem Gelände gibt es viel offenes Programm, bei dem jede und jeder einfach vorbeigehen und mitmachen kann. Die „Faith and Beliefs Zone“, das „Global Development Village“ und das „World Scout Centre“ laden zu vielen Mitmachaktionen ein. Im Tagesprogramm steht dann noch jede Menge Action. Von Skateborden über Zipline, Kanufahren bis zu BMX. Einige Highlights:

  • The Park – weltweit zweitgrößte Outdoor Skateanlage
  • The Zip – längste Zipline der Welt (fast 9 Kilometer)
  • The Rocks – 125 Kletterstationen
  • The Pools – Kanu, paddeln, angeln
  • The Trax – über 25.000 m2 indoor und outdoor BMX-Anlage
  • The Ropes – Hochseilgarten
  • Low Gear + High Gear – über 50 km Mountainbike-Strecken
  • The Canopy – Klettern von Baum zu Baum
  • und vieles mehr

 

 

Weitere Informationen zum RdP finden Sie auf www.pfadfinden-in-deutschland.de.

Presse-Hinweis:

Wir freuen uns über Ihr Interesse an einer redaktionellen Berichterstattung und stellen Ihnen dafür gern Materialien (z. B. Factsheets und Fotos) zur Verfügung. Diese finden Sie unter: www.worldscoutjamboree.de/presse/.

Außerdem beantworten wir Ihre Fragen unter media@worldscoutjamboree.de.

Presse-Fotos / Videomaterial:

Siehe hier https://www.worldscoutjamboree.de/pressefotos/ weitere Pressefotos und Videomaterial können wir Ihnen auf Anfrage übermitteln.

Pressekontakt:

Sebastian Schmitt
media@worldscoutjamboree.de // +1 7156032426
Leitung für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit

 

 

 

 

Ring deutscher Pfadfinderinnen und Pfadfinderverbände

Anschrift:

c/o Jörg Neubauer
Herderstraße 6
67065 Ludwigshafen

 

Homepage:

DPSG Bezirk Ludwigshafen

VCP Ludwigshafen Friesenheim

 

Linktip:

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