Schülerwahl 2002

Rot und Grün sind die Trendfarben der Jugend

Stadtjugendring veröffentlicht Ergebnis der „Schülerwahl 2002" – 353 Stimmen ausgewertet

 

Rot und Grün sind die politischen Farben, die bei Schülern der Stadt im Trend liegen. Das hat die „Schülerwahl 2002" ergeben, die der Stadtjugendring erstmals vom 16. bis 18. September durchgeführt hat. Die Sozialdemokraten konnten 41, die Bündnisgrünen 13 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereinen.

Der Jubel dürfte sicherlich auch bei der Tierschutzpartei (TSP) groß sein. Denn sie ist der heimliche Sieger der Schülerwahl. Die TSP nimmt die Fünfprozenthürde und schafft den Sprung in den Bundestag der Schüler. Die CDU dagegen kommt bei den Acht- und Neuntklässlern schlecht weg und streicht nur 25 Prozent der Zweitstimmen ein.

„Wir haben alle Schulen der Stadt angeschrieben. Fünf haben mitgemacht", sagte Jürgen Tramm, Vorsitzender des Stadtjugendrings, am Dienstag bei der Vorstellung der Ergebnisse der Schülerwahl. An den Hauptschulen Wittelsbach- und Pestalozzischule, der Kopernikus-Realschule und an Carl-Bosch- sowie Theodor-Heuss-Gymnasium hatten insgesamt 353 von 709 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben.

Und das Ergebnis ist eindeutig: Geht es nach dem Willen der Schüler der achten und neunten Klassen, zieht wie in der politischen Realität Doris Barnett per Direktmandat in den Bundestag ein. Das Besondere an der Schülerwahl war, dass auch 274 Kinder, die keinen deutschen Pass besitzen, Stimmrecht hatten. Die Wahlbeteiligung der ausländischen Schüler lag mit 41 nur knapp unter der Gesamtschnitt von 49 Prozent. „Die Beteiligung war gut, vor allem wenn man die kurze Mobilisierungsphase nach den Ferien in Betracht zieht", sagte Tramm.

Der Stadtjugendring hat die Schülerwahl in Absprache mit dem Landeswahlleiter und unter Mithilfe der Schulen in den Pausen durchgeführt. „Richtig mit Kabine und Urne", erzählte Angelika Grötsch, die die Sportjugend im Stadtjugendring vertritt. Einige Schüler hätten gefragt, warum sie ihre Stimme ausgerechnet in der Pause und nicht im Unterricht abgeben müssten. Darauf habe Grötsch geantwortet, dass der Bürger schließlich auch seinen freien Sonntag opfere, um zur Wahl zu gehen. „Wir werden die Ergebnisse unserer Wahl den Parteien geben. Wir haben sie im Vorfeld informiert und einige waren sehr gespannt", so Grötsch. „Die Schulen haben positiv auf die Aktion reagiert. Wir wollen das bei den nächsten Bundestagwahlen wieder machen", so Tramm. (oki)

  • BDKJ-Bund der deutschen katholischen Jugend
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  • LSJ-Ludwigshafener Sportjugend
  • Naturfreundejugend RLP
  • RDP-Ring der Pfadfinderbünde