60-Jahre Stadtjugendring (2006/2007)

Kinderklinik in Sumgait erhält medizinische Geräte

Erlös aus dem Soziallauf zum 60-jährigen Bestehen des Stadtjugendrings wird gespendet

"Das ist einfach superprima, was die alles machen!" Zemfira Babayeva
ist Ärztin an der Kinderklinik in Ludwighafens Partnerschaft Sumgait
in Aserbaidschan - und voll des Lobes für das Engagement der
Partnerstadt. Derzeit nutzt die 26-Jährige ein Stipendium und forscht
für ihre Doktorarbeit an der Universität Heidelberg. Wenn der
Stadtjugendring aber zur Spendenübergabe einlädt, dann hält es die
junge Medizinerin für selbstverständlich, Neckar und Rhein zu
überqueren, um dabei zu sein. Immerhin sind es 4600 Euro, die ihrer
Klinik zugute kommen.

Runde um Runde mehrte sich im vergangenen Spätsommer der Geldbetrag.
Die Teilnehmer des Soziallaufs, den der Stadtjugendring anlässlich
seines 60-jährigen Bestehens organisiert hatte, hatten sich jeden
Meter von ihren Sponsoren bezahlen lassen. Nun konnte die Vorsitzende
Kerstin Bartels die stolze Summe an eine ganze Delegation aus Sumgait
überreichen. Darunter ist nicht nur Zemfira Babayeva, sondern ebenso
der stellvertretende Gemeinderatsvorsitzende Akiv Kerimov, der sich um
die Städtepartnerschaft kümmert, sowie Schafiga Hadschjiamedova, die
das "Städtenetz Kaukasus" der Gesellschaft für technische
Zusammenarbeit (GTZ) in Aserbaidschan koordiniert.

Die Summe ist bereits genau verplant: Sechs Infusionspumpen, um die
Medikamentendosis für Kleinkinder genau dosieren zu können, ein
Defibrilator, der beim Herzstillstand eingesetzt wird, sowie
Blutdruckmesser, Sauerstoffschläuche und Desinfektionsmittel sollen
eingekauft werden. "Wir wollen versuchen, einiges vor Ort zu besorgen,
weil der Transport von hier aus doch sehr schwierig ist", fügt Zemfira
Babayeva hinzu. Vom Brutkasten für die Frühchen, der von der
Partnerstadt gespendet wurde, schwärmt sie euphorisch. Es ist der
Einzige der Klinik. "Manchmal liegen zwei oder sogar drei Babys
darin", erzählt die 26-Jährige. In der Industriestadt am Kaspischen
Meer kämen "viele Kinder mit Problemen auf die Welt", erzählt auch
Schafiga Hadschjiamedova.

Entsprechend groß ist die Dankbarkeit in der Geschäftsstelle des
Stadtjugendrings. Strahlend nimmt Kerimov den Fußball von Kerstin
Bartels entgegen, auf dem der Nachwuchs aus den Jugendverbänden des
Stadtjugendrings als Gruß an die Kinder Sumgaits unterschrieben hat.
"Wir bleiben am Ball, wollen wir damit sagen", erklärte die
Vorsitzende feierlich. Sozialdezernent Wolfgang van Vliet nickt, und
Peter Lubenau, der Leiter der städtischen Arbeitsgemeinschaft Sumgait,
meint: "Eigentlich könnte man noch viel mehr ausgeben." Die beiden
kennen die geringe Ausstattung der Klinik.

"Diese Unterstützung ist unheimlich viel wert", dankte Akiv Kerimov
für das großzügige Geschenk. Gemeinsam mit Schafiga Hadschjiamedova
lud er die Verantwortlichen des Stadtjugendrings nach Sumgait ein.
Eine Delegation aus Ludwigshafen bricht bereits Anfang Mai wieder in
Richtung Aserbaidschan auf - um die Städtepartnerschaft zu feiern, die
seit 30 Jahren besteht. cos

Mannheimer Morgen
03. Februar 2007

  • BDKJ-Bund der deutschen katholischen Jugend
  • CVJM-Christlicher Verein Junger Menschen
  • DGB-Gewerkschaftsjugend
  • ejl-Evangelische Jugend Ludwigshafen
  • SJD-Die Falken
  • Freireligiöse Jugend
  • JDR-Jugend der Rettungsdienste
  • LSJ-Ludwigshafener Sportjugend
  • Naturfreundejugend RLP
  • RDP-Ring der Pfadfinderbünde